Willkommen beim Schützenverein Hönisch e.V.

Der im Jahre 1892 gegründete Verein führt den Namen "Schützenverein Hönisch e.V." und hat seinen Sitz in Verden-Hönisch. Er ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Verden eingetragen.

 

Der Verein ist Mitglied des LandesSportBund Niedersachsen und der zuständigen Landesfachverbände, deren Sportarten im Verein betrieben werden und erkennt deren Satzungen und Ordnungen an. Des weiteren ist der Verein Mitglied im Deutschen Schützenbund, Kreissportbund-Verden, Kreisschützenverband sowie im Niedersächsischem Schützenverband  und regelt im Einklang mit deren Satzungen seine Angelegenheiten selbständig.

 

Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten über uns, oder werden Sie Mitglied.

Zweck des Vereins

Zweck des Vereins ist:

 

Ausübung des Schießsports

Jugendpflege, im besonderen durch die Förderung  schießsportlicher Übungen und  Leistungen.

Erhaltung und Pflege von Brauchtum.

 

Er ist politisch, konfessionell und rassisch neutral. Der Verein ist gemeinnützig, sein Zweck ist nicht auf Gewinnerzielung abgestellt. Er ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

Schützenverein Hönisch e. V.
Der Hönischer Schützenverein kann auf eine über 100jährige Tradition zurückblicken. Brauchtumpflege, Kameradschaftspflege und Geselligkeit mögen im Jahre 1892 Anlaß für die Gründung des Schützenvereins gewesen sein. Leider gibt es über die Gründungsversammlung und die ersten Jahrzehnte des Vereinslebens keine Unterlagen, so dass aus dieser Zeit kaum etwas überliefert ist. Lediglich die noch vorhandene Königskette doku-mentiert das Datum der Gründung mit dem 18. August 1892. Weiter ist bekannt, dass das Vereinslokal sich seit dem Grün-dungsjahr im Hause Nr. l -jetzt Nienburger Straße 22 - befindet
1902 erwarb der Gastwirt Pralle das Anwesen. Nach dem 1906 erfolgten Umbau der Gastwirtschaft, folgte auf dem Grundstück die Errichtung eines Schießstandes mit einer 75 Meter langen Schießbahn.
Erste Aufzeichnungen aus den Jahren 1908/09 sind dem noch vorhandenen Mitglieds- und Kassenbuch zu entnehmen. Danach hatte der Verein im Jahre 1909 bereits 47 Mitglieder. Bemer-kenswerter Ausdruck des dorfgemeinschaftlichen Zusammen-haltes mag es sein, daß in jedem Haus in Hönisch mindestens einer als Mitglied dem Verein angehörte. Sogar fünf Verdener zählten zu den Mitgliedern des Vereins. Als Aufnahmegebühr waren damals 2 Mark zu entrichten, der Mitgliedsbeitrag wurde damals mit jährlich 2,40 Mark erhoben; die Einkommen waren natürlich entsprechend niedriger.
Im Mittelpunkt der jährlichen Veranstaltungen steht neben dem Preisschießen und dem Schützenball das Schützenfest, das fast immer zu Pfingsten gefeiert wurde und auch noch heute an diesem Fest durchgeführt wird.
Das letzte Schützenfest vor dem Ersten Weltkrieg fand am 1/2. Juni 1914 statt und nach dem Preisschießen am 26. Juli 1914 mußte das Vereinsleben für die Dauer des Krieges unterbrochen werden.
Nach Kriegsende 1918 wurde der Vereinsbetrieb mit 44 Mitgliedern wieder ins Leben gerufen, mit einem Kassenbestand von 3,77 Mark. Durch Neuaufnahmen konnte der Mitgliederbestand auf 60 erhöht werden. Nun wurde nachgeholt, was in den Kriegsjahren versäumt war. Dem Kassenbuch sind für das Jahr 1919 diese Veranstaltungen zu entnehmen: Schützenfest am 25. Mai und vier Schützenbälle im Jahr. Am 11. Oktober wurde das neue Kassenergebnis von 1500 Mark mit 50 Litern Freibier gefeiert. Es wurde damals nicht nur getanzt, Hammelschießen und Theateraufführungen gehörten nun auch zum Programm im Verein. Bei den Ummärschen im Dorf präsentierten sich noch lange die jeweiligen Hauptleute hoch zu Roß, die Majestäten saßen in der Kutsche, und die Schützen marschierten mit geschmückten Holzgewehren. Mit etwa der gleichen „Bewaffnung" nahm der Schützenverein 1987 am Festzug zur 200-Jahr-Feier des Dorfes teil. Helmut Ahnemann hat die Holzgewehre für das Dorfjubiläum gefertigt.
Um die freundschaftlichen Beziehungen zu den Nachbarvereinen zu pflegen, nahmen schon immer Abordnungen des Vereins an den Veranstaltungen in den Nachbardörfern teil. Disziplin und Pflichterfüllung kamen aber auch nicht zu kurz. Wenn Schützen als Abordnungen oder zu sonstigen Leistungen (Arbeitsdienst) eingeteilt waren und unentschuldigt fehlten, mußten für die Versäumnisse Strafgelder entrichtet werden. Im Jahre 1921  wurden die für den Schießsport nicht mehr brauchbaren Gewehre verkauft; bei den Veranstaltungen wurde dann mit Leihgewehren geschossen. „Es wird erzählt, daß manche verirrte Kugel bis Hinter Hönisch flog". Der Schießstand wurde darum 1932 in Eigenarbeit erneuert und der Schießsport in den folgenden Jahren vermehrt gefördert. In der NS-Zeit erfolgte 1936 die Gründung der Jugendabteilung. Aus dieser Zeit liegt ein Zeitungsbericht vor:
4. Juli 1939. Unser Schützenverein hielt am Sonnabend bei Gastwirt Degenhard seine Versammlung ab. Vereinsführer Hermann Grupe sprach seine Freude aus über den guten Besuch. Das Schützenfest hat einen guten Überschuss gebracht. Im August soll ein Sommerfest gefeiert werden. Besprochen wurde ferner den Schießstand einer Änderung zu unterziehen, um auch mit Kleinkaliber-Gewehren schießen zu können. Diese Arbeit wird von den Schützenbrüdern in Gemeinschaftsarbeit ausgeführt. Mit dem dreifachen Sieg-Heil schloß der Vereinsführer die Versammlung.
Das aktive Vereinsleben endete erneut mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1939. Zu diesem Zeitpunkt gehör-ten dem Verein 40 Mitglieder und 13 Ehrenmitglieder an. Die .Eintragung im Kassenbuch endete mit 19,50 Reichsmark. In den ersten Nachkriegsjahren hatten die Alliierten jeglichen Waffenbesitz verboten und auch alle Veranstaltungen, der Neu-anfang war erst 1950 möglich. Das älteste noch vorhandene Versammlungsprotokoll aus dieser Zeit vom 16. September 1950 berichtete vom ersten Nachkriegsschützenfest. Im Beitragsbuch sind schon 50 Mitglieder und noch zehn Ehrenmitglieder aufgeführt. Mit der Anschaffung eines Luftgewehres konnte der Schießbetrieb wieder aufgenommen werden. Geschossen wurde im Saal oder in der alten Kegelbahn. Die Freigabe der KK-Gewehre erfolgte erst 1952, nun wurde auch der Schießstand wieder hergerichtet.

Da die alte Vereinsfahne im Kriege oder danach verlorengegangen ist, entschloß sich der Verein eine neue Fahne anzuschaffen. So konnte am 17. August 1952 zum 60jährigen Vereinsjubiläum die Fahnenweihe gefeiert werden. Als Fahnenbegleiterinnen haben vier „Jungfrauen" daran teilgenommen. In den nun folgenden Jahren steigerten sich die Aktivitäten. Neben dem Schützenfest und den Schützenbällen mit Theateraufführungen wurde zeitweise das Erntefest in Verbindung mit dem Laternenumzug ausgerichtet.
Immer mehr Schützen beteiligten sich am Übungsschießen. Bei Teilnahme an Wettkämpfen und Pokalschießen konnten Erfolge verbucht werden. Im Jahre 1956 erfolgte der Beitritt zum Kreisschützenverband.
Mit finanzieller Hilfe des Vereinswirts Kurt Maske und den unentgeltlichen Arbeitsleistungen der Schützen wurde 1957 ein moderner Schießstand mit einer 50 Meter langen Schießbahn gebaut. Feldtelefone ermöglichten die Verbindung mit den Anzeigern; für die Luftgewehrscheiben erfolgte der Einbau der Zuganlage.
Ab 1960 wurde das Tragen einer Schützenjacke, einem weißen Hemd, einer grünen Krawatte und - nach Möglichkeit - eines Schützenhutes für die Teilnahme an Veranstaltungen zwingend vorgeschrieben. Vom Vorstand wurde 1962 die Beschaffung von Ärmelstreifen mit der Aufschrift „Schützenverein Hönisch" beschlossen, und die Fahnenbegleiter erhielten Schärpen. Seit 1974 tragen die Vereinsmitglieder auf ihren Schützenjacken ein Ärmelabzeichen mit dem Emblem der zur Geschichte der Gemeinde gehörigen Marschwindmühle. Nach der Gebietsreform trat der Verein der Arbeitsgemeinschaft Verdener Sportvereine (AVS) 1976 bei.
Mit der Aufnahme von sechs weiblichen Mitgliedern wurde am 20. Juni 1964 eine Damenabteilung ins Leben gerufen. Die guten Schießleistungen und das Engagement der „Neuen" gaben dem Verein neuen Aufschwung. Im Wettstreit mit den Damen konnten auch die Sportschützen beachtliche Erfolge für sich verbuchen. Die positive Entwicklung des Vereins und die Ausweitung des Sportschießens machten 1972 die Erweiterung des Schieß-standes mit dem Anbau eines Aufenthaltsraumes erforderlich. Im Jahre 1973 gab sich der Verein eine Satzung - gültig ab 06.01.1990 - und ließ sich in das Vereinsregister beim Amtsge-richt eintragen. Nachdem der Vereinswirt 1975 im Keller des Hotels einen Luftgewehr-Schießstand einrichten ließ, wurde auch dieser Übungsbereich intensiviert. Dabei konnte die Jugendförderung, der schon immer eine besondere Bedeutung zukam, bewußt angegangen werden. Kamerad Hermann Oerding stiftete 1977 eine neue Königskette mit der Auflage, daß sämtliche Plaketten seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hieran befestigt werden sollten. Der Jugendabteilung schenkte Kamerad Rudi Gerke bereits 1971 die Jugend-Königskette. Höhepunkt des Jahres  1984 war die Feier des 20jährigen Jubiläums der Damenabteilung mit einem Pokalschießen, an dem sich über 80 Mannschaften beteiligten. Die Jugendabteilung feierte im November 1986 mit einem Jugend-Pokalschießen „Fünfzig Jahre Jugendabteilung". Eine weitere Verbesserung des Schießstandes auf vier Scheiben-zuganlagen erfolgte 1986/87.
In der Geschichte des Vereins gibt es noch viele Begebenheiten, die in diesem Rahmen nicht alle erwähnt werden können. Jedoch kann der bisherige Höhepunkt in der Vereinsgeschichte nicht unerwähnt bleiben.
Der Schützenverein Hönisch feierte 1992 sein lOOjähriges Bestehen. Anläßlich des Jubiläums hatte der Verein vom 14. bis 20. August 1992 eine Jubiläums-Schießsportwoche durchgeführt. Höhepunkt der Festivitäten war der große Festumzug am Sonntag, 23. August, an dem sich etwa 850 Schützinnen und Schützen beteiligten. Daran schloß sich auf dem Festplatz ein großer Festakt an.
Im Jahre 1992 zählte der Verein über 100 Mitglieder und wird geprägt von sportlichen Leistungen, Kameradschaftsgeist und Geselligkeit. Er sieht seine Aufgaben in der Erhaltung der Tradition und Weiterwirken in der Verpflichtung denen gegenüber, die vor mittlerweile 119 Jahren den Schützenverein gegründet haben. In diesem Jahr (2011), feiert die Jugendabteilung des Schützenvereins sein 75-jähriges Bestehen. Hierfür wird Pfingsten eine besondere Scheibe aufgezogen. (Quellen: Festschrift „100 Jahre Schützenverein Hönisch" und „200 Jahre Hönisch" in Abstimmung mit dem Verein, sowie „Chronik des Dorfes Hönisch))

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